Verkeimte Wasserzähler: Wie man die rechtlichen Risiken minimiert

© BBH

Mit Bak­te­rien belas­tete Was­ser­zäh­ler – eine Hiobs­bot­schaft für Ver­brau­cher und Ver­sor­ger. Anfangs hatte man noch gehofft, dass nur ein­zelne Zäh­ler mit dem Bak­te­rium Pseu­do­mo­nas aeru­gi­nosa befal­len sind. Inzwi­schen ist klar, dass eine Viel­zahl von Was­ser­ver­sor­gern und Was­ser­zäh­ler ver­schie­de­ner Her­stel­ler betrof­fen sind. Die meis­ten Was­ser­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men arbei­ten bereits mit Hoch­druck daran, das Pro­blem zu besei­ti­gen. Doch neben den tech­ni­schen Fra­gen gibt es auch recht­li­che: Wer haf­tet? Und wann? Und was muss man tun, um das recht­li­che Risiko zu minimieren?

Die kurze Ant­wort lau­tet: Jeder Was­ser­ver­sor­ger sollte – auch um ein Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den der Geschäfts­lei­tung aus­zu­schlie­ßen – auf jeden Fall aktiv wer­den, einen Maß­nah­me­plan zum Umgang mit der Pro­ble­ma­tik zu erstel­len und mög­li­che Haf­tungs­ri­si­ken zu prü­fen. Für die lange Ant­wort muss man ein wenig ausholen.

Ver­hält­nis zum Kunden

Klar ist, dass jeder Was­ser­ver­sor­ger die­ses Thema aktiv ange­hen sollte, um seine Kun­den zu schüt­zen. Tut er nichts, obwohl das Risiko inzwi­schen bran­chen­weit bekannt ist, und kommt es zu Krank­heits– oder schlimms­ten­falls Todes­fäl­len, die einem mit Pseu­do­mo­nas aeru­gi­nosa belas­te­ten Was­ser­zäh­ler zuor­den­bar sind, kön­nen ihm neben Scha­dens­er­satz– und Schmer­zens­geld­for­de­run­gen auch straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen dro­hen. Somit gilt auch hier: die schlech­teste Maß­nahme ist keine Maßnahme.

Scha­dens­er­satz muss der Ver­sor­ger im Prin­zip nur dann leis­ten, wenn ihm ein Ver­schul­den nach­ge­wie­sen wer­den kann. Eine ver­schul­dens­un­ab­hän­gige Haf­tung aus dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz (Prod­HaftG) ist wohl im Regel­fall hier nicht gege­ben ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK