Zur Berechnung des Schadensersatzes bei Nutzung eines Lichtbildes in einem Online-Magazin

Eigener Leitsatz: Wird eine urheberrechtlich geschützte Fotografie zur Illustration eines Artikels eines Online-Magazins verwendet, so liegt eine werbliche Nutzung vor, wenn auf der Internetseite des Magazins, die auch einen Onlineshop beinhaltet, Werbung geschaltet ist, die einen thematischem Zusammenhang zu dem Bild aufweist. Für die Berechnung des geschuldeten Schadensersatzes ist daher die MFM-Tabelle "Online-Nutzungen, Internet, Webdesign, Pop-Ups, Banner, Online-Shops" einschlägig, da es sich nicht mehr um eine ausschließlich redaktionelle Nutzung handelt.

Amtsgericht München

Urteil vom 02.05.2014

Az.: 142 C 5827/14

Tenor

In dem Rechtsstreit

wegen Forderung

erlässt das Amtsgericht München durch .. auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 09.04.2014 folgendes Endurteil: 1.
Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 1.225,72 EUR nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit zu bezahlen. 2.
Der Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. 3.
Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar. Tatbestand

Die Parteien streiten über Ansprüche wegen der rechtswidrigen Verwendung eines Lichtbildwerkes.

Die Klägerin verfügt über ein ausschließliches Nutzungsrecht an dem streitgegenständlichen Bild des Fotografen ist und zur Geltendmachung von Rechtsansprüchen wegen Urheberrechtsverletzungen ineigenem Namen und auf eigene Rechnung ermächtigt. Der Beklagte produziert das Magazin � und unterhält unter � .com� und � de� zwei zweisprache - deutsch/englisch - Internetseiten zu diesem Zweck. Die beiden Internetauftritte enthalten einen Online-Shop, in dem die Printausgaben des Mazagins sowie entsprechende eBooks käuflich erworben werden können ...Zum vollständigen Artikel


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