Glück im Spiel, Pech vor Gericht.

von Nino Herding

Nach § 285 Strafgesetzbuch (StGB) macht sich strafbar, wer sich über einen Internetanbieter, der in Deutschland keine Zulassung hat, an einem öffentlichen Glücksspiel (§ 284 StGB), wie beispielsweise Black Jack, beteiligt.

Das hat das Amtsgericht (AG) München mit (allerdings noch nicht rechtskräftigem) Urteil vom 26.09.2014 – 1115 Cs 254 Js 176411/13 – entschieden.

In dem dieser Entscheidung zugrunde liegendem Fall hatte ein 25-jähriger über einen Internetanbieter, der zu einer Holding mit Sitz in Gibraltar gehörte und in Deutschland über keine Erlaubnis zur Veranstaltung von Glückspielen verfügte, Black Jack gespielt, obwohl in den Nutzungsbedingungen des Anbieters, die man vor der Zulassung zum Spiel akzeptieren muss, darauf hingewiesen worden war, dass Internet-Glückspiele in einigen Ländern verboten sind und der Spieler prüfen muss, welche Gesetze für ihn gelten.

Zwar hatte der 25-jährige Glück im Spiel und gewann einen größeren Geldbetrag, der ihm durch den Finanzdienstleister des Internetanbieters auf sein Privatkonto überwiesen wurde.

Allerdings währte dieses Glück nicht lange.

Das Amtsgericht (AG) München verurteilte ihn nämlich mit Urteil vom 26.09.2014 – 1115 Cs 254 Js 176411/13 – wegen der Beteiligung am unerlaubten Glückspiel zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro und zog die von ihm beim Glückspiel gewonnenen und bei ihm sichergestellten 63.490 Euro ein ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK