… und wenn ich mich einfach nicht anmelde? REMIT-Registrierung und das verschwundene Stadtwerk

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Die Umset­zung des REMIT-Meldewesens nähert sich mit gro­ßen Schrit­ten. Manch einer würde sich am liebs­ten ver­ste­cken. Doch das ist keine gute Idee … .

An Zeit, sich an die Ver­ord­nung für Inte­gri­tät und Trans­pa­renz im Ener­gie­markt (REMIT) zu gewöh­nen, hat es nicht gefehlt. Seit 2011 ist die Ver­ord­nung in Kraft (wir berich­te­ten). Ihr für die Ener­gie­un­ter­neh­men wesent­lichs­ter Teil, das Mel­de­we­sen, war aber bis­lang nicht scharf­ge­schal­tet, da es dafür noch einen Umset­zungs­rechts­akt der Euro­päi­schen Kom­mis­sion brauchte. Doch der ist nun aber poli­tisch beschlos­sen und wird sehr bald ver­öf­fent­licht wer­den. Dann wird es ernst.

Ab dem Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung lau­fen die Fris­ten (für ein nor­ma­les EVU von 15 Mona­ten), bis zu denen das Mel­de­we­sen bei den Ener­gie­markt­teil­neh­mern, wie sie offi­zi­ell hei­ßen, ste­hen muss. Die­ses Mel­de­we­sen wird dann nicht nur die Infra­struk­tur, son­dern auch sämt­li­che Groß­han­dels­ge­schäfte umfas­sen. Der erste Schritt wird für alle sein, sich als sol­cher Ener­gie­markt­teil­neh­mer offi­zi­ell (in Deutsch­land bei der Bun­des­netz­agen­tur (BNetzA)) zu registrieren.

Seien wir ehr­lich: Was kleine Ener­gie­ver­sor­ger mel­den, wird nicht viel dazu bei­tra­gen, Markt­miss­brauch auf den euro­päi­schen Ener­gie­märk­ten auf­zu­de­cken. Ent­spre­chend füh­len sich die Geschäfts­füh­run­gen von die­sen klei­nen Unter­neh­men von der REMIT gar nicht ange­spro­chen. Und wenn es auf ihre Daten ja angeb­lich gar nicht ankommt, warum sollte man sich dann die Mühe machen? Kos­tet ja alles nur Zeit und Geld, denkt sich die schwei­gende Mehrheit.

Der eine oder andere denkt viel­leicht sogar dar­über nach, sich ein­fach gar nicht zu regis­trie­ren ...

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