Umsatzsteuer Check-up zu Jahrensbeginn

von Lars Hofmann

Unternehmer und Selbständige, ob Kleinunternehmer oder nicht, sollten zu Beginn des Jahres einmal überprüfen, ob im abgelaufenen Jahr bestimmte Grenzen über- oder unterschritten wurden. Hieraus könnten sich wichtige Änderungen für das neue Jahr ergeben haben. Betroffen sind insbesondere die folgenden vier Punkte:

Kleinunternehmerregelung Voranmeldezeitraum (monatlich, vierteljährlich, gar nicht) Dauerfristverlängerung Zusammenfassende Meldung

Die Prüfung sollte nicht länger 30min dauern und kann anhand der nachfolgenden Informationen durchgeführt werden. Also, los geht’s!

Kann ich die Kleinunternehmerregelung weiterhin in Anspruch nehmen?

Wer bereits „mit Umsatzsteuer arbeitet“, kann diesen ersten Punkt überspringen. Unternehmer, die aber bisher als Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer berechnet haben, sollten unbedingt prüfen, ob im Vorjahr die maßgebenden Umsätze (nicht der Gewinn!) den Betrag von EUR 17.500,00 überschritten haben. In diesem Fall darf die Kleinunternehmerregelung nicht weiter in Anspruch genommen werden, ab dem 1. Januar ist dann Umsatzsteuer zu berechnen.

Hinweis: Für die Berechnung, ob die Grenze von EUR 17.500,00 überschritten wurde, sind nur die Umsätze zu berücksichtigen, die grundsätzlich auch umsatzsteuerpflichtig wären. Nach § 4 Nr. 8 i, Nr. 9 b und Nr. 11 bis 28 UStG umsatzsteuerfreie Umsätze, wie z.B. bestimmte Schul- und Bildungsleistungen, sind nicht zu berücksichtigen.

Monatlich, vierteljährlich, jährlich – welcher Voranmeldezeitraum gilt für mich?

Der Zeitraum, für den die Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben sind, ist nicht frei wählbar, sondern wird ebenfalls durch die Zahlen des Vorjahres bestimmt ...

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