“Haben Sie dafür ein Rezept?”

von Liz Collet

Die Frage höre ich seit vielen Jahren ungezählt oft.

Für vieles habe ich eines. Kulinarische.

§§-Gezwirbelte Rezepte für allerlei Problemchen gehören auch zum Repertoire und Portfolio.

Der Mix aus beidem macht doppelt Spass.

Ob man ein Rezept hat oder nicht, ist allerdings nicht in jedem Job nur Spass, sondern ein entscheidender, weil ernsthafter Unterschied, was man dafür bekommt oder bekommen kann.

Wir schlängeln uns über die einleitenden Sätze in einen Fall beim Bundesgerichtshof, der diese Woche eine Revision verarzten muss, bei der das erforderliche Rezept einem fehlte und einen anderen das stört.

Apotheken streiten manchmal. Mit- und gegeneinander. Wo es um Kunden des einen geht, die bei ihm mehr und leichter bekommen, als beim anderen. Und als das Gesetz nicht so ganz ohne Sorge um Patientenschutz und Verbraucherinteressen auch grundsätzlich verlangt: Rezepte für Arzneimittel VOR deren Aushändigung.

Nun wird nach dem Rezept der juristischen Lösung in der Revionsinstanz gefragt. Der BGH wird es den Beteiligten ausstellen, es hat dann die Überschrift “Urteil” Und wird für eine von zwei Seiten eine bittere Pille.

Am Donnerstag, 8.1.2015.

Und um folgendes geht es dabei:

Die Parteien betreiben Apotheken.

Der Kläger beanstandet, dass die Beklagte einer Patientin ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Vorlage eines – später nachgereichten – Rezepts ausgehändigt hat. Er sieht hierin einen Verstoß gegen das in § 48 Abs. 1 AMG normierte Verbot, verschreibungspflichtige Medikamente ohne das Vorliegen einer ärztlichen Verschreibung abzugeben ...

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