Glücksspiel im Internet - Pech für einen Black Jack Spieler

Rechtsindex Glücksspiel im Internet - Pech für einen Black Jack Spieler Ein Mann aus München wurde wegen der Beteiligung am unerlaubten Glückspiel zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro verurteilt. Weitere 63.490 Euro, die bei ihm sichergestellt wurden und die er beim Glückspiel gewonnen hat, werden vom Staat eingezogen. Der Sachverhalt

Ein 25-jähriger Malermeister spielte über einen Internetanbieter das Glücksspiel Black Jack. Der Internetanbieter hat seinen Sitz in Gibraltar und verfügt in Deutschland über keine Erlaubnis zur Veranstaltung von Glückspielen. Bevor man auf der Internetseite zugelassen wird, muss der Spieler die Nutzungsbedingungen akzeptieren. In diesen wird darauf hingewiesen, dass Internet-Glückspiele in einigen Ländern verboten sind und der Spieler prüfen muss, welche Gesetze für ihn gelten.

Der Malermeister nahm an dem Glücksspiel teil. Innerhalb kurzer Zeit wurden ihm insgesamt 201.500 Euro auf sein Privatkonto überwiesen. Allerdings bezahlte er auch 65.030 Euro von seinem Privatkonto, sowie 55.900 Euro von seinem Geschäftskonto.

Vor Gericht verteidigte sich der Malermeister, dass er sei davon ausgegangen, dass das Glückspiel im Internet erlaubt sei. Schließlich würde Boris Becker, der FC Bayern und andere Prominente Werbung für Glücksspiele in großem Umfang betreiben. Außerdem verstoße das Glückspielverbot im Internet gegen höherrangiges Recht.

Das Urteil des Amtsgerichts München

Das Amtsgericht München verurteilte den Mann wegen der Beteiligung am unerlaubten Glückspiel zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 30,00 EURO. Weitere 63.490 Euro, die bei ihm sichergestellt wurden und die er beim Glückspiel gewonnen hat, bekommt er nicht zurück. Sie werden vom Staat eingezogen.

Der zuständige Richter führt in seinem Urteil aus, dass es sich bei Black Jack um ein Glückspiel handelt, für das der Anbieter nicht die erforderliche behördliche deutsche Genehmigung besaß ...

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