1/2015 Miller

Miller besann sich und lehnte sich entspannt zurück. Das Jahr 2014 war gerade vorbei; das Jahr 2015 hatte begonnen. Noch immer von Fragen irritiert. Noch immer nachdenklich darüber, warum alle Welt den Einstieg in das neue Jahr feiert. Extensiv. Intensiv. Mit mehr oder minder guten Vorsätzen. Die spätestens im Februar nichts mehr wert sein würden.

Die Welt dreht sich im Kreis und so wird es bleiben. Wir fristen unser Dasein. Fremdbestimmt von volksentfernten Politikern die sich anmaßen für den Bürger das Beste zu wollen, gar das Denken zu übernehmen. Welche Arroganz der Macht. Welche Gefahr vom Internet ausgeht, wird erkannt. Freie Meinungsäußerungen und gar Zusammenschlüsse sind über den Dorfrand leicht möglich.

Wann – so fragt sich Miller – werden unser Bestimmer das Internet bis zum Unnütz reduzieren oder ganz verbieten ? Miller war sich sicher. Es ist eine Frage von Monaten. Nicht mehr von Jahren. Die Gefahr des Volkes ist zu groß und die Masse nicht kalkulierbar. Die Politik wird das zu verhindern wissen. So oder so. Der mündige Bürger wird verstummen. Müssen.

Es ändert nichts und Miller blickt in die Regenwolken die den Himmel vergrauen. “Genau wie die Stimmung” in der Republik. Trostlos. Und auch für das Jahr 2015 erwartet Miller keine Änderungen.

Ein Blick auf den Schreibtisch vor ihm. Aktenberge die nicht aufhören wollen zu wachen. Unaufhörlich und nicht in den Griff zu bekommen. Eine wuchernde Fistel der übelsten Art ...

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