Geldstrafe wegen Beteiligung am unerlaubten Glückspiels im Internet

Online Glückspiel im Internet ist für Deutsche häufig strafbar.

Das Glückspiel im Internet ist seit Jahren ein großer Trend und bietet vermeintlich schnelle Gewinne mit nur wenigen Klicks. Internationale Anbieter und technische Umgehungsmöglichkeiten lassen das (illegale) Glückspiel im Internet aufblühen.

Doch für Teilnehmer aus Deutschland gilt das deutsche Strafrecht auch wenn im Staat des Anbieters eine weniger strenge Rechtslage herrscht. Daran ändert sich auch nichts, wenn der Anbieter im Ausland eine dort gültige Glückspiel-Lizenz besitzt. Schnell benötigt der Teilnehmer eines solchen Glückspiels einen guten Strafverteidiger, denn häufig ist die Teilnahme illegal und strafbar.

In einer aktuellen Entscheidung des Amtsgerichts München (Urt. v. 26.9.14, Az. 1115 Cs 254 Js 176411/13) wurde ein 25-jähriger Mann aus München wegen Beteiligung am unerlaubten Glückspiel (§ 285 StGB) zu einer Geldstrafe von 2.100 Euro verurteilt. Ferner wurde der Gewinn in Höhe 63.490 Euro als Gewinn aus einer Straftat angesehen und eingezogen. Der Verurteilte hatte 2011 im Internet eine länger Zeit „Black Jack“ bei einem Anbieter aus Gibraltar gespielt, der seinerseits in den Nutzungsbedingungen darauf hingewiesen hatte, dass dieses Spiel in anderen Ländern verboten sei und die Teilnehmer selbst ihre jeweils geltenden nationalen Gesetze zu prüfen haben. Dies hätte der Verurteile tun oder sich jedenfalls durch eine kurze Recherche im Internet über das deutsche Glücksspielrecht informieren sollen entschied das Amtsgericht München.

Nach dem deutschen Strafrecht ist neben der Veranstaltung auch die Beteiligung am unerlaubten Glückspiel mit einer Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht ...

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