Ausblick 2015: Videoaufnahmen als Verletzung des Persönlichkeitsrechts?

von Christian Rolfs

Der 8. Senat des Bundesarbeitsgerichts wird im Februar 2015 über einen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu entscheiden haben. Die Klägerin ist seit Mai 2011 bei der Beklagten als Sekretärin der Geschäftsleitung beschäftigt. Ab dem 27.12.2011 war sie arbeitsunfähig krankgeschrieben. Da der Geschäftsführer an ihrer Arbeitsunfähigkeit zweifelte, beauftragte die Beklagte eine Detektei, die die Klägerin zweimal an jeweils zwei aufeinander folgenden Tagen im Februar 2012 observierte und Videoaufnahmen anfertigte. Die anhand der Videoaufnahmen erstellten Bilder zeigen die Klägerin bei unverfänglichen Verrichtungen ua. an ihrer Wohnanschrift, beim Warten an einem Fußweg, beim Begrüßen eines Hundes und in einem Waschsalon.

Die Klägerin verlangt von der Beklagten die Zahlung eines Schmerzensgeldes, dessen Höhe sie in das Ermessen des Gerichts stellt ...

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