Hautstraffungsoperation: Hautüberschuss infolge massiver Gewichtsabnahme

Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 21.01.2014 - S 9 KR 2546/12 Hautstraffungsoperation: Hautüberschuss infolge massiver Gewichtsabnahme Ärztliche Maßnahmen, die auf ästhetischen Gründen oder psychischen Folgeproblemen einer nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechenden Gestaltung des Körpers beruhen, zählen grundsätzlich nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Die Leistungspflicht besteht aber bei medizinischer Operationsnotwendigkeit. Der Sachverhalt

Die Klägerin unterzog sich im Jahre 2011 wegen massiven Übergewichts einer Magenverkleinerungsoperation (Magenbypass). Nachdem sie in der Folgezeit ihr Gewicht von 105 kg auf unter 60 kg verringert hatte, beantragte sie Anfang 2012 bei ihrer Krankenkasse Leistungen für die Durchführung einer Hautstraffungsoperation.

Sie verwies auf eine generelle Haut- bzw. Weichteilerschlaffung mit erheblichem Hautüberschuss infolge der Gewichtsabnahme. Im Bereich der entstandenen Hautfalten komme es auch angesichts einer bei ihr bestehenden Neurodermitis zu Hautentzündungen; darüber hinaus fühle sie sich entstellt, was zu psychischen Problemen führe.

Die Krankenversicherung lehnte die Kostenübernahme zunächst insgesamt ab, da die Neurodermitis u. a ...

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