Abmahnung “Interstellar” durch Waldorf Frommer

von Philipp Obladen

Die Kanzlei Waldorf Frommer verschickt Abmahnungen im Auftrag der Firma Warner Bros. Gegenstand der Abmahnungen ist der Film „Interstellar“.

Gefordert werden die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines Vergleichsbetrages in Höhe von 815,00 Euro.

Die Kanzlei Waldorf Frommer differenziert dabei zwischen dem sog. Lizenzschadenersatz und den Anwaltskosten der Abmahnung (Aufwendungsersatz).

Wir raten unseren Mandanten stets dazu, die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung nicht vorschnell zu unterzeichnen. Zwar kommt die Unterlassungserklärung auf den ersten Blick recht harmlos daher, sie kann jedoch durchaus als Schuldeingeständnis gewertet werden. In einem solchen Fall würde man sich dazu verpflichten, die geforderten Beträge zu zahlen. Es sollte daher erörtert werden, ob die Abgabe einer sog. Modifizierten Unterlassungserklärung sinnvoller ist.

Eine modifizierte Unterlassungserklärung stellt eine abgeänderte Unterlassungserklärung dar, die gerade kein Schuldeingeständnis darstellt. Gleichzeitig verhindert sie jedoch, dass etwaige Unterlassungsansprüche nicht gerichtlich eingeklagt werden können. An verschiedenen Stellen kann man lesen, dass es sinnvoll sei, überhaupt keine Unterlassungserklärung abzugeben.

Wir sehen hier das Risiko, dass Unterlassungsansprüche gerichtlich eingeklagt werden. Eine Garantie, dass man eine Unterlassungsklage gewinnt, kann keiner zuverlässig geben. Verliert man die Unterlassungsklage sieht man sich oftmals Kosten von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro entgegengesetzt ...

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