Irreführende Werbung: Biersorte nicht in der Filiale verfügbar

Oberlandesgericht Nürnberg, Beschluss vom 23.07.2014 - 3 U 1155/14 Irreführende Werbung: Biersorte nicht in der Filiale verfügbar Da war die Freude groß, als im Werbeprospekt einer Einzelhandelskette ein Kasten Bier als Angebot beworben wurde. Doch die Freude schwand schnell, als in der Filiale die Biersorte gar nicht zur Verfügung stand. Dies sei doch ausdrücklich in der Werbung kommuniziert worden, so die Handelskette. Der Sachverhalt

Wie die Wettbewerbszentrale mitteilt, hatte als Beilage einer Zeitung ein Discounter in einem Werbeprospekt einen Kasten "Krombacher Pils oder Radler" beworben. Der Prospekt enthielt folgenden Hinweis:

"Dieser Artikel kann wegen begrenzten Vorrats schon am ersten Tag des Angebots ausverkauft sein - Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen! Gültig in KW 15/ BWuOsWeSB".

Der Kunde suchte eine Filiale in der Nähe seines Wohnortes auf. Dort gab es aber das Angebot nicht. Die Wettbewerbszentrale sah in der Werbeankündigung eine irreführende Aussage über die Verfügbarkeit einer Ware nach § 5 Abs. 1 S. 2 Ziff. 1 UWG und verlangte Unterlassung.

Der Discounter berief sich darauf, dass aus der Abkürzung "BWuOsWeSB" hervorgehe, dass u.a. nur die Region "Bad Wünnenberg" (BWu) das Werbeangebot im Sortiment habe ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK