Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers

Auch wenn die Arbeitnehmer das Weihnachtsgeld am Jahresende gut gebrauchen können – es ist nicht selbstverständlich. Wenn es sich um eine freiwillige Extrazahlung des Arbeitgebers handelt, können Arbeitnehmer diese Geldbeträge nicht fest einkalkulieren.

Grundsätzlich kein Anspruch auf Weihnachtsgeld

Der Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine regelmäßige Vergütung für seine Arbeit. Das Weihnachtsgeld hingegen ist eine Grafikation. Grafikationen sind freiwillige Leistungen, die das Gesetz nicht vorschreibt.

Vereinbarungen in Verträgen

Wer allerdings ein Weihnachtsgeld zusagt, ist daran gebunden. Denkbar sind zum Beispiel Regelungen in Tarif- oder Arbeitsverträgen sowie in Betriebsvereinbarungen.

Entscheidend ist, ob das Weihnachtsgeld als Extrazahlung für erbrachte Arbeit ausgezahlt wird oder die Treue zum Unternehmen honorieren soll. Die Belohnung für die Betriebstreue liegt als freiwillige Leistung im Ermessen des Arbeitgebers.

Teilweise wird das Weihnachtsgeld in den Verträgen als freiwillige Leistung bezeichnet. Solche Klauseln halten einer gerichtlichen Prüfung selten stand und der Arbeitnehmer darf weiterhin auf eine Bezahlung bestehen. Unklarheiten bei der Formulierung gehen ebenfalls zu Lasten des Arbeitgebers.

Weit verbreitet sind auch Klauseln, wonach die Gratifikation nur geschuldet ist, wenn der Mitarbeiter im Auszahlungszeitpunkt noch im ungekündigten Arbeitsverhältnis steht ...

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