„Erbschaft gemäß Berliner Testament” ist keine ausreichende Erbeinsetzung

von Julia Zeisler

Die einzeltestamentarische Bestimmung eines Erblassers, nach der die “Erbschaft gemäß dem Berliner Testament erfolgen” soll, ist keine wirksame Erbeinsetzung des überlebenden Ehegatten, wenn nicht festgestellt werden kann, welche inhaltlichen Vorstellungen der Erblasser mit einem “Berliner Testament” verbunden hat, so das Oberlandesgericht (OLG) Hamm.

Ein 89 Jahre alter und in zweiter Ehe verheirateter Erblasser hatte handschriftlich wie folgt testiert:

Mein Testament

Nach meinem Ableben soll die Erbschaft gemäß dem “Berliner Testament” erfolgen einschließlich Wiederverheiratungsklausel.

Nach dem Tode des Erblassers beantragte die überlebende Ehefrau aufgrund dieses Testaments, ihr einen sie als Alleinerbin ausweisenden Erbschein zu erteilen. Dem traten die beiden Kinder des Erblassers aus erster Ehe entgegen ...

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