Der Beschuldigte

von Serdar Güner

Die Rechte und Pflichten eines Beschuldigten im Sinne der Strafprozessordnung weisen große Unterschiede zwischen den anderen Statusebenen einer Person in einem Verfahren. Um Dir einen Überblick über die verschiedenen Statusebenen zu verschaffen, findest Du hier die verschiedenen Begrifflichkeiten zitiert mit den jeweiligen §§. Danach schauen wir uns den Beschuldigtenstatus in Detail an.

  • Verdächtigter, § 163b I 2 StPO
  • Beschuldigter, §§ 112, 157 StPO
  • Angeschuldigter, §§ 203, 157 StPO
  • Angeklagter, §§ 244 I, 157 StPO
  • Verurteilter, § 457 II StPO
  • Täter, § 163e I 2, 3 StPO

Beschuldigter und Zeuge:

  • Entweder Beschuldigter oder Zeuge (Mittelstufe existiert nicht)
  • Abgrenzung ist wichtig, da ein Beschuldigter mehr Rechte hat, als ein Zeuge (näheres siehe unten)

Wann ist man Beschuldigter?

  • Durch einen Tatverdacht? Reicht alleine nicht aus, denn ein Zeuge kann auch Tatverdächtig sein (ohne Beschuldigter zu sein). Ein Beispiel ist eine Angestellten Befragung nach einem Diebstahl – jeder ist Tatverdächtigt, keiner ist Beschuldigter im Sinne der StPO)
  • Eher durch einen Willensakt (Willensakt ist nicht gleich Willenserklärung) der Verfolgungsorgane wird man zum Beschuldigten. Damit ist gemeint, das die Strafverfolgungsorgane bekunden, dass Sie gegen eine bestimmte Person als Beschuldigten vorgehen möchten.
    • Dies passiert in der Regel durch einen förmlichen Strafverfahren, § 152 II StPO (Legalitätsprinzip)
    • Durch konkludentes Verhalten z.B. vorläufige Festnahme, U-Haft.
    • Oder auch durch eine objektive Perspektive, wenn Beispielsweise die Belehrung des Beschuldigten Status nicht vorgenommen wird, um mehr Informationen zu behalten. Das ergibt sich aus dem Sachverhalt, z.B ...
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