BSG erschwert die Anerkennung eines höheren Behinderungsgrades

von Thorsten Blaufelder

Bei der Zuerkennung eines höheren Behinderungsgrades dürfen nicht nur gravierende Einschränkungen im Beruf in den Blick genommen werden. Bei der Überprüfung des Grades der Behinderung (GdB) ist vielmehr das Gesamtbild der Einschränkungen in allen Lebensbereichen maßgeblich, urteilte am Dienstag, 16.12.2014, das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 9 SB 2/13 R).

Geklagt hatte ein Diabetiker aus Magdeburg. Der Mann arbeitet in der Staatskanzlei in Sachsen-Anhalt als Referatsleiter für internationale Zusammenarbeit.

Wegen seiner Diabetes-Erkrankung musste er beruflich jedoch kürzertreten und insbesondere seine Auslandsreisen einschränken. Er hatte die Befürchtung, dass er im Ausland eine Unterzuckerung erleidet.

Das zuständige Versorgungsamt stellte bei dem Diabetiker einen GdB von 40 fest.

Der Kläger beanspruchte jedoch einen GdB von 50 und damit die Zuerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft. Er müsse viermal täglich seinen Insulinbedarf messen und sich die entsprechende Dosis spritzen. Insbesondere im Beruf sei er „gravierend“ eingeschränkt.

Die Behörde lehnte die Zuerkennung eines höheren GdB jedoch ab.

Auch das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt sah keinen Grund für einen höheren GdB. Der Kläger sei zwar in seinem Beruf deutlich eingeschränkt ...

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