Amazon Echo, Android, Chrome OS – Spracherkennung “always on”

von Sven Venzke-Caprarese

Weihnachten steht vor der Tür und obwohl wir gerne Amazon Echo bestellt und datenschutzrechtlich auf Herz und Nieren geprüft hätten, haben wir noch keine Bestellmöglichkeit über Amazon erhalten (zur Bestellung ist derzeit noch eine Einladung von Amazon erforderlich). Zumindest geht es nicht nur uns so, denn auch die Redakteure von z. B. CNET waren darauf angewiesen, sich ihr Testprodukt bei ebay zu ersteigern.

Was ist datenschutzrechtlich so spannend an Amazon Echo?

Wie bereits in einem der letzten Beiträge dargestellt, handelt es sich bei Amazon Echo um eine Art persönliches Assistenzsystem, das am ehesten mit Siri, Cortana oder Google Now zu vergleichen ist. Allerdings läuft dieses Assistenzsystem nicht auf mobilen Endgeräten, sondern auf einem eigens hierfür vorgesehenen Produkt, welches einem kleinen Lautsprecher ähnelt. Dieser kann z. B. stationär im Wohnzimmer aufgestellt werden und lauscht per Mikrofon fortan auf sein Aktivierungscodewort „Alexa“. Wird dieses ausgesprochen, nimmt Amazon Echo weitere Sprachbefehle entgegen und kann z. B. Musik streamen oder über das aktuelle Wetter informieren. Ein Knopfdruck zur Aktivierung der Spracherkennung ist im Gegensatz zur Aktivierung von Siri oder Cortana nicht erforderlich – und spätestens an dieser Stelle wird es datenschutzrechtlich spannend.

Was wollen wir wie prüfen?

Unter anderem wollen wir prüfen, ob Amazon Echo tatsächlich erst dann Gesprächsdaten an externe Server übermittelt, nachdem das Codewort gefallen ist. Zudem interessiert uns, welche Inhalte über das Netzwerk übertragen werden. Aufgrund der uns noch nicht vorliegenden Spezifikationen sind hierzu momentan grundsätzlich zwei Szenarien denkbar:

Szenario 1:

Amazon Echo spricht über http/https mit den Amazon Servern. Hierbei spielt es prinzipiell keine Rolle, ob die Informationen als Get- oder Post-Parameter oder über eine Abstraktionsschicht, wie bspw. REST oder SOAP im xml-Format übertragen werden ...

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