Weihnachtsfrieden in Gefahr?

von Mirko Laudon

In die­sen Ta­gen kurz vor Weih­nach­ten könnte ei­nige noch un­an­ge­nehme Post oder schlim­mere Maß­nah­men der Fi­nanz­äm­ter er­war­ten. Denn an die schöne Tra­di­tion des „Weih­nachts­frie­dens“ hal­ten sich längst nicht mehr alle Bundesländer.

O du fröh­li­che, gna­den­brin­gende Weihnachtszeit

Un­ter Weih­nachts­frie­den ist zu ver­ste­hen: Ver­zicht auf Amts­hand­lun­gen der Fi­nanz­äm­ter von Ende De­zem­ber bis An­fang Ja­nuar – ent­spre­chend wer­den Buß­geld­be­scheide nicht ver­schickt, Voll­stre­ckungs­maß­nah­men ver­scho­ben, Au­ßen­prü­fun­gen nicht angesetzt.

Der Weih­nachts­frie­den ist bei den Fi­nanz­be­hör­den der Län­der nicht in Stein ge­mei­ßelt. // Foto: bb­roia­nigo / pixelio.de

In die­sem Jahr 2014/2015 wird nur in neun der sech­zehn Län­der­fi­nanz­be­hör­den zwi­schen den Jah­ren „fried­li­cher“ Be­trieb herr­schen. Sie­ben Fi­nanz­be­hör­den wer­den den Weih­nachts­frie­den so­mit nicht ein­hal­ten und auf be­las­tende Maß­nah­men zwi­schen den Jah­ren nicht ver­zich­ten, im Ein­zel­nen sind das Ber­lin, Bre­men, Mecklenburg-Vorpommern, Nie­der­sach­sen, Saar­land, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Zur Be­grün­dung wird häu­fig an­ge­führt, dass sämt­li­che Steu­er­be­scheide au­to­ma­ti­siert er­stellt und ver­sandt wer­den, so dass die Mit­ar­bei­ter es gar nicht mehr in der Hand hät­ten, wann be­las­tende Maß­nah­men er­ge­hen. Dem­zu­folge könnte ei­ni­gen das Weih­nachts­fest da­durch ge­hö­rig ver­ha­gelt werden ...

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