Unfall auf Weg zur Sportveranstaltung – Haftung des Vereins gegenüber Nichtmitglied?

Das Oberlandesgericht (OLG) Celle hat mit Urteil vom 16.10.2014 (Az.: 5 U 16/14) entschieden, welche Ansprüche gegen einen Verein ein Nichtmitglied hat, das ein Vereinsmitglied zu einer Sportveranstaltung fährt und auf der Strecke einen Unfall erleidet. Das OLG hat in dem Berufungsverfahren ein Urteil des Landgerichts Stade vom 11.12.2013 teilweise neu gefasst und den Beklagten verurteilt, an die Klägerin 2.811,63 Euro nebst Zinsen zu zahlen. Im Übrigen wurde die Klage abgewiesen. Anlass des Prozesses war ein Streit über Schadensersatz und Schmerzensgeld, nachdem die Klägerin bei winterlichen Bedingungen einen Verkehrsunfall erlitten hatte, als sie ihre Enkelin, Mitglied des Beklagten, mit dem Auto zu der Teilnahme an einer Kreishallenmeisterschaft brachte. Mit im Fahrzeug war die Tochter der Klägerin, Mutter der Enkelin und selbst Angehörige des Vereins. Die Tochter der Klägerin lenkte den Wagen nicht, da die Klägerin nach ihrem Versicherungsvertrag als Alleinlenkerin eingetragen ist. Der Schwiegersohn der Klägerin war mit dem Familienfahrzeug anderweit unterwegs. Zu dem Unfall kam es nach einem Ausweichmanöver, bei dem sich das Fahrzeug überschlug. Die Tochter und die Enkelin wurden leicht verletzt; die Klägerin schwer. Sie erlitt ein Schädelhirntrauma, eine Kopfplatzwunde, diverse Frakturen und eine Steißbeinprellung ...

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