Ferchichi vs. Kay One oder das LG Berlin und der “Tag des jüngsten Gerichts”

von RA Tobias Herrmann

Die Rapper Kay One und Bushido sind sich nicht (mehr) besonders freundlich gesinnt. Zumindest wenn man der einschlägigen Presseberichterstattung glauben schenken darf.

Auch Anwälte und Gerichte sind nun an der Auseinandersetzung beteiligt. So hat – wie u.a. der Stern berichtet – nun das LG Berlin über die Rechtswidrigkeit eines Werks von Kay One mit dem Titel “Tag des jüngsten Gerichts” – ein passender Titel für eine gerichtliche Auseinandersetzung - zu entscheiden und offenbar festgestellt, das der Song nicht weiter verbreitet werden darf.

Für einige Aufregung hat dabei der Umstand gesorgt, dass es offenbar nicht Bushido selbst war, der im Wege der einstweiligen Verfügung die weitere Verbreitung des Songs stoppte, sondern seine Ehefrau Anna-Maria Ferchichi. Der Song enthielt neben heftigen Angriffen gegen Bushido selbst auch – wie der Stern es formuliert: “Beischlafphantasien” mit Frau Ferchichi. Jedenfalls diese Stellen hat das LG Berlin offenbar für persönlichkeitsrechtsverletzend erachtet.

Tatsächlich ist das Vorgehen der Anwälte von Herrn und Frau Ferchichi in diesem Fall durchaus als taktisch klug zu erachten. Es erscheint mir zweifelhaft, ob Bushido selbst einen Unterlassungsanspruch hätte erfolgreich geltend machen können. Sicherlich enthält der Song einige drastische Zeilen, die unter “normalen” Umständen sicherlich als persönlichkeitsrechtsverletzend erachtet werden müssten. Allerdings ist auch Bushido ein Rapper und hat in der Vergangenheit ebenfalls Schlagzeilen mit drastischen Zeilen gemacht ...

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