Datenschutz im Pfarrbüro – Teil 1: Pfarr- bzw. Gemeindebriefe

von Dr. Sebastian Ertel

Der Pfarrbrief in der katholischen bzw. der Gemeindebrief in der evangelischen Gemeinde ist eines der wichtigsten Instrumente, um die Mitglieder der Gemeinde über aktuelle Geschehnisse zu informieren.

Mittlerweile sind viele Gemeinden auch im Internet mit einer Gemeindewebseite vertreten. Was liegt also näher, als den Pfarr- bzw. Gemeindebrief beispielsweise als PDF unverändert der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Damit gehen regelmäßig datenschutzrechtliche Probleme einher. Auf diese und mögliche Lösungsansätze wird nachfolgend eingegangen.

Welche gesetzlichen Regelungen sind zu beachten?

Die katholischen bzw. evangelischen Gemeinden unterliegen eigenen Datenschutzgesetzen, der Anordnung über den kirchlichen Datenschutz (KDO) des jeweiligen Bistums bzw. dem Datenschutzgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (DSG-EKD). Diese regeln beispielsweise in § 12 KDO bzw. § 13 DSG-EKD unter welchen Voraussetzungen eine Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte (die Veröffentlichung von Daten im Internet stellt eine Übermittlung dar) zulässig ist. Anhand dieser Kriterien muss die Veröffentlichung des Pfarrbriefes beurteilt werden.

Pfarrbrief und Datenschutz?

Auf den ersten Blick erschließt sich nicht sofort, was der Pfarrbrief mit Datenschutz zu tun hat. Jedoch finden sich in verschiedenen online abrufbaren Briefen regelmäßig Angaben über:

  • Geburtstagsinformationen: Dabei wird neben dem Namen auch das Geburtsdatum/ Lebensjahr und die Anschrift des Gemeindemitgliedes abgedruckt.
  • Spenden und sonstige Jubiläen: Hier erfolgt eine Nennung von Spender und Spende bzw. Art des Jubiläums, Name der Jubilare und deren Anschrift ...
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