5A_813/2014: Delegationsbefugnis des Erbenvertreters bejaht

von Sabine Herzog

Dem vorliegenden Entscheid lag folgender Sachverhalt zu Grunde: Im Rahmen eines Erbteilungsprozesses beschloss das erstinstanzliche Gericht, einen Erbenvertreter im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB zu bestellen. Die Aufgaben des beauftragen Notars umfasstenTätigkeiten im Zusammenhang mit zwei Liegenschaften des Nachlasses. Der Notar zog für die Betreuung der Liegenschaften die G. AG als Hilfsperson bei. Gegen dieses Vorgehen erhob einer der Erben eine Aufsichtsbeschwerde u.a. mit den Begehren, dem Erbenvertreter sei unter Strafandrohung zu untersagen, die betreffende Firma als Hilfsperson beizuziehen und er sei zu ermahnen, seine ausschliesslichen Befugnisse persönlich auszuüben, rechtskonforme Zustellungen an den Erben vorzunehmen und seiner Offenlegungs- und Informationspflicht nachzukommen.


Das Bundesgericht hielt vorab fest, dass der Erbenvertreter, ähnlich wie der Willensvollstrecker und der Erbschaftsverwalter, ein privatrechtliches und nicht ein staatliches Amt bekleidet. Im Rahmen seines Auftrags sei er gesetzlicher Vertreter der Erbengemeinschaft und könne diese ohne ihre vorgängige Zustimmung oder nachträgliche Genehmigung berechtigen und verpflichten ...Zum vollständigen Artikel

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