OLG Naumburg: Wechselmodell gegen den Willen eines Elternteils

von Klaus Wille

Ein Wechselmodell darf nicht aus rein prozeßtaktischen Gründen aufgehoben werden, um bessere Aussichten in einem Sorgerechtsverfahren zu haben. Das Gericht müsse die ablehnende Haltung eines Elternteils genau überprüfen.

1. Sachverhalt

Die Eltern streiten über die Aufhebung eines Wechselmodells. Die Eltern haben eine gemeinsame nichteheliche Tochter, die im Juli 2011 geboren wurde. Seit September 2012 lebten die Eltern getrennt. Seit der Trennung übten die Eltern das Wechselmodell aus. Die Kindesmutter hatte beantragt, ihr das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen. Sie wollte das Wechselmodell aufheben. Das Amtsgericht hat den Antrag abgelehnt. Dagegen legte die Kindesmutter Beschwerde ein.

2. Beschluss des OLG Naumburg vom 14.07.2014 (Az.: 4 UF 151/13)

Dabei sieht der Senat derzeit keine Veranlassung das Wechselmodell aufzuheben.

Zunächst stellt das Oberlandesgericht fest, dass das Wechselmodell derzeit seit langem praktiziert wird.

Dabei war das OLG sich bewusst, dass ein solches Modell nur dann in Betracht gezogen werde, wenn die Eltern in der Lage seien, ihre Konflikte einzudämmen und beide hochmotiviert an einem solchen Modell mitzuarbeiten.

Die Vorbehalte der Kindesmutter gegen das Wechselmodell wurden hier nicht berücksichtigt ...

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