Keine Schlichtung ohne Gesetz: Warum Schlichtungsverfahren womöglich nicht mehr lange Ausnahmefälle bleiben

© BBH

Außer­ge­richt­li­che Streit­bei­le­gung mit Ver­brau­chern? In der Ener­gie­wirt­schaft sind sol­che Ver­fah­ren noch eine Aus­nah­me­er­schei­nung. Schlich­tung ist teuer und auf­wän­dig, zumal vor der Schlich­tung bereits das eigene Beschwer­de­ma­nage­ment mit dem Vor­gang befasst wurde. Zwar gibt es zum Stand heute schon Hun­derte von Schlich­tungs­stel­len in Deutsch­land. Die aller­dings kennt kaum jemand. Doch ob das noch lange so bleibt?

Die Schlich­tungs­stelle Ener­gie e.V. hat nach eige­nen Anga­ben im letz­ten Jahr rund 9.600 Ver­fah­ren geführt. Jedes die­ser Ver­fah­ren hat einen Ener­gie­ver­sor­ger – vom unter­neh­mens­in­ter­nen Auf­wand ein­mal abge­se­hen – zwi­schen 100 und 450 Euro gekos­tet. Nach Anga­ben der Schlich­tungs­stelle ver­tei­len sich die Ver­fah­ren und Kos­ten jedoch sehr ungleich: So sind bei vie­len Ver­sor­gern bis­lang noch gar keine Schlich­tungs­fälle auf­ge­tre­ten, wäh­rend sich einige wenige Unter­neh­men bereits mit zahl­rei­chen Kun­den­an­trä­gen auf eine Schlich­tung kon­fron­tiert sehen (Tätig­keits­be­richt 2013). Heißt das also, die Nicht-Betroffenen kön­nen sich beru­higt zurücklehnen?

Jein. Unstim­mig­kei­ten zwi­schen Unter­neh­men und Ver­brau­chern wird es immer geben – berech­tigt oder unbe­rech­tigt, in gro­ßen und in klei­nen Ange­le­gen­hei­ten. Ärger­lich wird es aber dann, wenn der Kunde sich bei­spiels­weise der Schlich­tungs­stelle bedient, um einer unbe­rech­tig­ten For­de­rung Nach­druck zu ver­lei­hen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK