Aston Reus und Martins Führerschein – oder so

Fahrerlaubnissperre, das unbekannte Wesen

Die ganze Welt regt sich darüber aus, dass Marco Reus, dieser unreife Fußballbengel mit seinem schönen Auto, keine “Fahrerlaubnissperre” erhalten hat.

Weil ja jeder andere Bürger natürlich in solch einem Fall ganz bestimmt und niemals ohne Sperre weggekommen wäre.

Ich sage: Quatsch! Nicht nur, weil ich es aus selbst geführten Verteidigungen besser weiß, sondern auch, weil es der Rechtsprechung unseres allseits geliebten BGH entspricht:

Fahren ohne Fahrerlaubnis, zumal, wenn es wie hier häufig und nach gerichtlicher Entziehung der Fahrerlaubnis begangen wurde, deutet auf fehlende charakterliche Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen hin (vgl. BayObLG bei Bär DAR 1990, 361, 365; OLG Koblenz VRS 69, 298, 300f.; MünchKomm-StGB-Athing; Tröndle/Fischer; Hentschel – alle aaO mwN). Freilich kann im Einzelfall auch eine andere Beurteilung in Betracht kommen. Der – im Einzelnen umstrittenen – Frage, unter welchen konkreten Voraussetzungen dies der Fall sein kann (vgl. Hentschel aaO, Rn 602, 740 mwN) braucht der Senat aber hier nicht näher nachzugehen ...Zum vollständigen Artikel

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