Familienpflegezeit kommt ab 1.1.2015 – was ist neu?

von Andreas Martin

Ab dem 1. Januar 2015 treten die Neuerungen über die Familienpflegezeit in Kraft. Neu ist hier die Finanzierung der “Auszeit” für den Arbeitgeber entweder durch Lohnersatzleistungen durch die Pflegekassen oder durch die Möglichkeit der Aufnahme eines zinslosen Darlehens.

Das Ziel des Gesetzes ergibt aus § 1 des FPfZG

Durch die Einführung der Familienpflegezeit werden die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert.

Das Gesetz stellt dem Arbeitnehmer dazu 3 Mittel zur Verfügung:

  • das Pflegeunterstützungsgeld (bei Kurzzeitpflege)
    die Pflegezeit sowie (bei Pflege bis 6 Monate)
    die Familienpflegezeit (bei bis zu 2 Jahren Pflege)

das Pflegeunterstützungsgeld

Unabhängig von der Größe des Betriebes und der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gilt:

Der Arbeitnehmer, der Zeit für die Organisation einer
akuten Pflegesituation eines Angehörigen benötigt, kann bis zu zehn Arbeitstage ohne Ankündigungsfrist der Arbeit fernbleiben.

Neu ist nun, dass ab dem 1.1.2015 für diese Zeit eine Lohnersatzleistung – das Pflegeunterstützungsgeld – vorgesehen ist.

Die Kosten (Pflegeunterstütungsgeld) werden von der Pflegeversicherung des zu pflegenden nahen Angehörigen / oder der Pflegekasse übernommen ...

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