Entschädigungsanspruch eines schwerbehinderten Bewerbers nach Stellenbesetzung

von Olaf Moegelin

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ermöglicht dem Arbeitnehmer bei Benachteiligungen einen Anspruch auf Schadensersatz. Das gilt grundsätzlich auch für abgelehnte Bewerber, die sich auf eine Stellenanzeige beworben haben.

Im einschlägigen Fall geht es um einen schwerbehinderten Bewerber, der sich erfolglos auf eine offene Stelle als Entwicklungsingenieur beworben hat. Die beklagte Firma prüfte nicht, ob diese Stelle mit einem schwerbehinderten Menschen, insbesondere mit einem bei der Agentur für Arbeit arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldeten schwerbehinderten Menschen besetzt werden kann. Mitte Dezember 2007 besetzte sie die annoncierte Stelle, löschte jedoch die Stellenanzeige nicht. Der Kläger ist Diplom-Ingenieur (FH) und schwerbehindert. Er nahm die Stellenanzeige auf der Homepage der Beklagten am 29. Dezember wahr und bewarb sich noch am selben Tage ...

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