Der teuerste Strafzettel aller Zeiten? Marco Reus muss 540.000 Euro zahlen.

von Rainer Pohlen

Marco Reus 2014, Foto: Tim.Reckmann

Ob man einen Strafbefehl wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis als “Strafzettel” bezeichnen sollte, wie dies bei spiegel-online nachzulesen ist, sei einmal dahingestellt. Tatsache ist jedenfalls nach mehreren übereinstimmenden Presseberichten, dass Borussia Dortmunds meistbegehrter Star jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in 5 Fällen zu einer recht milden Gesamtfreiheitsstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt worden ist. Den Tagessatz hat das Gericht mit 6.000 Euro angesetzt, was zu der opulenten Gesamtgeldstrafe von 540.000 Euro geführt hat. Immerhin kann Reus sich damit trösten, dass er sich damit immer weiterhin als nicht vorbestraft bezeichnen kann, weil erst eine Geldstrafe von mindestens 91 Tagessätzen ins Führungszeugnis eingetragen wird, sofern es sich um die erste Geldstrafe handelt. Das ergibt sich aus § 32 Abs. 2 Ziff. 5 BZRG (Bundeszentralregistergesetz).

Ob – was eigentlich der Fall sein müsste – neben der Geldstrafe auch eine isolierte Sperrfrist für die (Neu-)Erteilung einer Fahrerlaubnis festgesetzt wurde, ergibt sich aus der veröffentlichten Berichterstattung nicht.

Offensichtlich ist Marco Reus schon seit Jahren ohne Fahrerlaubnis durch die Gegend gefahren. Ob er jemals einen Führerschein hatte oder ob er diesen irgendwann abgeben musste, wird nicht berichtet ...

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