Rezension Zivilrecht: Investmentrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Patzner / Döser / Kempf, Investmentrecht, 2. Auflage, Nomos 2015


Von David Eckner, LL.M. (King’s College London), Düsseldorf



Selten hat die Umsetzung europäischen Rechts einen solchen Erdrutsch ausgelöst, wie die der Richtlinie 2011/61/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie). In Deutschland wurde das tradierte Investmentgesetz durch eine komplizierte Systematik abgelöst und mit dem Titel Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) getauft. Das 355 Paragraphen starke Gesetz versteht sich als ein kapitalanlagerechtliches single rule book, bestehend aus der Umsetzung der OGAW-Richtlinie und AIFM-Richtlinie sowie Reminiszenzen deutscher Alleingänge, Überbleibsel aus dem InvG, die die harte Hand europäischer Harmonisierung jedenfalls faktisch überleben.


Das KAGB ist zu einer Hochreckaufgabe geworden, was die Flutwelle an Kommentierungen erklärt. Erste Annäherungen, wie etwa Weitnauer/Boxberger/Anders und Beckmann/Scholtz/Vollmer, bleiben noch auf einem high level-Standard, der rechtsgeschichtlich Zeuge für eine Verunsicherung durch europäisches Recht ist. Ähnlich verhält es sich mit dem vorliegenden Kommentar aus der Feder von Andreas Patzner, Dr. Achim Döser und Ludger J. Kempf ...

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