Ast beschädigt Auto - Urteil zur unzureichenden Baumkontrolle

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 31.10.2014 - 11 U 57/13 Ast beschädigt Auto - Urteil zur unzureichenden Baumkontrolle Eine Stadt schuldet dem Halter eines durch einen herabstürzenden Ast beschädigten Pkw Schadensersatz, wenn sie eine ausreichende Stabilitätskontrolle des Baumes versäumt hat. Im vorliegenden Fall konnte der Sachverständige nachweisen, dass konkrete Anzeichen für eine besondere Gefährdung bestanden haben. Der Sachverhalt

Der Kläger parkte sein PKW in einer Parkbucht in Dortmund. Im Verlauf des Tages brach ein Ast von der am Straßenrand stehenden Linde ab und beschädigte das Dach des klägerischen Pkw. Von der beklagten Stadt hat der Kläger Schadensersatz in Höhe von ca. 4.700 Euro verlangt und gemeint, die Stadt habe ihre Verkehrssicherungspflichten verletzt, weil sie den Baum nicht hinreichend kontrolliert habe. Die Beklagte ist dem entgegengetreten und hat gemeint, die bei dem Baum zweimal im Jahr durchgeführte Sichtkontrolle sei ausreichend gewesen.

Das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm

Die Klage hatte Erfolg. Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat eine schuldhafte Amtspflichtverletzung der beklagten Stadt festgestellt und sie zu 4.700 Euro Schadensersatz verurteilt. Die Beklagte habe gegen ihre Verkehrssicherungspflicht verstoßen, weil sie die Stabilität des Baumes unzureichend kontrolliert habe ...

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