Sozialkognitives Lernen – und der Mandantenkontakt

Ein Lernprozess verläuft typischerweise in vier Prozessen: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse in der Aneignungsphase sowie Reproduktions- und Motivationsprozesse in der anschließenden Ausführungsphase.

Sehen wir zunächst auf die Prozesse der Aneignungsphase: Wir lernen durch Beobachten, insbesondere durch das Beobachten des Verhaltens von Vorbildern, von „Modellen“, indem wir uns aus der Masse an Informationen, die uns diese Verhaltensbeobachtungen liefern, wählen wir die Bestandteile aus, die uns wichtig erscheinen. Wie viel Aufmerksamkeit wir dabei einem Modell entgegenbringen, ist – außer von den gegebenen Situationsbedingungen und den bestehenden emotionalen Befindlichkeiten – unter anderen von den Persönlichkeitsmerkmalen des Modells, aber auch von der Beziehung zwischen dem Beobachter und dem Modell und den gegebenen Situationsbedingungen abhängig: Wir beobachten besonders gerne andere Menschen mit sozialer Macht, Personen mit hohem Ansehen, sympathische Menschen und Menschen, von denen wir uns eine Befriedigung unserer Lernbedürfnisse versprechen. Und wir beobachten lieber Personen, zu denen eine positive emotionale Beziehung besteht.

Anschließend an oder auch parallel zu diesen Aufmerksamkeitsprozess läuft der Gedächtnisprozess, in dem wir das Beobachtete in – später reaktivierbare – Gedächtnisstrukturen umformen, neue Handlungsschemata anlegen und bestehende Handlungsschemata erweitern und assimilieren.

Ob wir in der Ausführungsphase dann das Beobachtete verinnerlichen und reproduzieren, wird unter anderem durch Verstärkungs- und Motivationsprozesse gesteuert. Ob wir ein ein bestimmtes Verhalten beachten, hängt von unserer Motivation ab ...

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