Solche Polizeibeamte will der Freistaat nicht ………….

von Liz Collet

Das Strafgericht war milder in der Bewertung gewesen. Dort war er grad noch so unter dem 1 Jahr durchgerutscht, bei dem er seinen Beamtenstatus und seine Pesonsionsansprüche nicht mehr behalten hätte können.

Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung verlangt, der Verteidiger auf eine achtmonatige Bewährungsstrafe plädiert.

Nach jenem Urteil, das beim Strafmaß von 11 Monaten auf Bewährung noch alle Optionen offen gehalten hatte, den Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim nicht zwingend aus dem Dienst und Beamtenverhältnis befördern zu müssen, befand man jedoch beim Verwaltungsgericht München gestern dessen Verhalten nicht angemessen würdig, weiter im Beamtenverhältnis bleiben zu dürfen.

Dieses Urteil kann man nur begrüssen als unmissverständliches Signal. Mutmasslich nicht an den Beklagten, der bis zuletzt wohl jegliche Einsicht in eigenes Fehlverhalten vermissen liess.

Dessen Teilgeständnis kam im Verlauf des damaligen Strafverfahrens augescheinlich und den Berichten zufolge mehr als zögerlich und wäre selbst in dem Umfang nicht einmal zu erwarten gewesen ohne die dann bereits vorliegenden Sachverständigen-Stellungnahmen. Seine Sätze an das Prügelopfer wie “Ich bin dir nicht böse, sei du mir auch nicht böse.” en passant des Verfahrens muteten – dezent formuliert – angesichts der Verletzungen des Opfers auch befremdlich an. Und erweckten den Eindruck einer Bagatellisierung und mangelnden Einsicht noch im Verfahren dort. Man konnte sich als Bürger wie als Beobachter des Falles nicht des Gedankens erwehren: Hoffentlich “nervt” ihn oder einen anderen Kollegen und Polizeibeamten nicht demnächst wieder irgendein “Rotzlöffel”, wie im dort entschiedenen und strafrechtlich beurteilten Tatgeschehen.

Nein, für den ehemaligen Chef der Polizeiinspektion Rosenheim wird auch das Urteil des VG München nun vermutlich keine Signalwirkung entfalten ...

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