Die Liga der Anwaltschaft

von Christoph Nebgen

Wo heutzutage soviel über Rechtsanwälte geredet und geschrieben wird, möchte ich den Ratsuchenden hiermit ebenfalls eine kleine Hilfe an die Hand geben, sich zurecht zu finden im Anwaltsdschungel von aktuell etwas 163.000(Quelle: Die Welt) zugelassenen Rechtsanwälten .

Wenn auch die Bundesrechtsanwaltskammer immer wieder die Homogenität der Anwaltschaft hervorhebt, bietet es sich an, zwischen zwei Sorten von Rechtsanwälten zu unterscheiden, nämlich zwischen den Einzelanwälten einerseits und anderseits den Rechtsanwälten, die in so genannten "law firms" arbeiten. Es gibt auch noch eine dritte Sorte - die Syndikusanwälte - aber die lasse ich hier mal weg. Beginnen wollen wir mit den Einzelanwälten.

Nicht in die Typologie geschafft hat es der vielbeschrieene Anwalt aus der Not, der aufgrund seiner schlechten Examensnoten gezwungen war, sich als selbständiger Rechtsanwalt niederzulassen. Nicht dass es den nicht gäbe - es gibt ihn - nur taugt er nicht als Kategorie. Es gibt hervorragende Rechtsanwälte, die nur äußerst mäßige Abschlüsse geschafft haben. Die Qualität der Examina sagt einfach nichts aus über die Qualität als Rechtsanwalt.


  1. Der Staranwalt - Der Staranwalt ist ein Meister seines Fachs, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen. Sein Fachgebiet ist mit Vorliebe das Strafrecht, manchmal auch irgendwas mit Medien. Er agiert bundesweit mit gelegentlichen Abstechern zum Europäischen Gerichtshof. Er ist elegant, wortgewaltig und neigt zum Größenwahn. Dort wo er agiert, zahlt es sich aus, wenn man von sich überzeugt ist ...
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