Das Mindestlohngesetz (MiLoG)

Das Mindestlohngesetz (MiLoG)

Ab dem 01.01.2015 erhält jeder Arbeitnehmer je tatsächlich geleistete Arbeitsstunde eine Vergütung von 8,50 Euro – das dürfte mittlerweile bekannt sein.

Bekannt dürften auch die gesetzlich ausdrücklich genannten Ausnahmen sein. Insbesondere die Diskussion um die Ausnahme von Praktikanten wurde durch die Medien entsprechend verbreitet. Schließlich sollte durch den Mindestlohn die „Generation Praktikum“ beendet werden. Jedoch sind nicht alle Fragen zum Praktikum durch das Gesetz abschließend beantwortet.

Für viele Arbeitgeber ist die Umsetzung der Verpflichtung aus dem MiLoG ganz einfach: „Ich zahle 8,50 Euro pro Stunde!“ Weitere – insbesondere arbeitsrechtliche Fragen – werden dabei nicht erkannt. Die 24 Paragraphen werfen nämlich bereits jetzt, kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes, eine Vielzahl an Fragen auf.

Nach dem Mindestlohngesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, jede tatsächlich erbrachte Arbeitsstunde mit 8,50 Euro zu vergüten. Das Gesetz beschränkt diese Verpflichtung nicht auf die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit. Muss also jede Überstunde gezahlt werden? Die Antwort ergibt sich aus § 2 Abs. 2 MiLoG. Überstunden können auf ein Arbeitszeitkonto gutgeschrieben werden, welches innerhalb von 12 Monaten nach der monatlichen Erfassung auszugleichen ist ...

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