BGH: Schnäppchenkauf bei eBay nicht sittenwidrig

Dez 16

Kategorien: Internethandel | Kommentare: 0

Ein Auto zum unschlagbaren Preis von 1 Euro? Ebay macht´s möglich! Hier hatte ein User seinen Gebrauchtwagen im Wege der Internetauktion zum Verkauf angeboten und einen Mindestpreis von 1 Euro festgesetzt. Ein Interessent hatte daraufhin ein Angebot in Höhe von 1 Euro abgegeben und setzte dabei eine Preisobergrenze in Höhe von 555,55 Euro. Nach einigen Stunden brach der Verkäufer die Auktion allerdings ab und teilte dem Bietenden, der Höchstbietender war, per E-Mail mit, außerhalb der betreffenden Auktion einen Käufer gefunden zu haben, der ihm ein Angebot zum Kauf des Wagens zu einem Preis in Höhe von 4.200 Euro unterbreitet habe. Dieses Angebot habe er angenommen. Hiermit gab sich der 1-Euro-Bietende jedoch nicht zufrieden und erhob Klage gegen den Verkäufer. Ihm stehe ein Schadensersatzanspruch wegen Nichterfüllung des geschlossenen Kaufvertrags in Höhe des Wertes des Gebrauchtwagens – nämlich 5.250 Euro –abzüglich des Kaufpreises in Höhe von 1 Euro – also insgesamt 5.249 Euro – zu. Das Landgericht hatte der Klage dem Grunde nach stattgegeben und auch die Berufung des Beklagten blieb erfolglos. Dieser verfolgte sein Begehren, die Klageabweisung, jedoch im Rahmen der Revision weiter. Doch auch hier konnte er kein anderes Ergebnis erzielen. Der für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des BGH entschied mit Urteil vom 12. November 2014 ( VIII ZR 42/14 – „Schnäppchenpreis“), dass es sich um einen wirksamen Kaufvertrag zwischen dem Kläger und dem Beklagten handele ...

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