“Wie halltnsssSiiiiessnsoo mit Allo..hicks…joool?” {Fallen im Fall des Falles der Bewerbungsgespräche und ein Fall beim BAG}

von Liz Collet

Das Bundesarbeitsgericht beschäftigt die Frage der Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit und des Verschuldens bei langjähriger Alkoholabhängigkeit.

So gesehen könnte es durchaus sinnvoll sein, sich bereits bei der Bewerbung und für Bewerbungsgespräche Gedanken zu machen, ob und was man von einem Stellenbewerber wissen und diesen fragen möchte. Und darf. Oder vielleicht sogar sollte?

Läge das so fern unter dem Aspekt solcher beim BAG sogar relevanter Revisionsfragen?

Oder unter dem der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?

Da kann dann – umgekehrt – nicht weniger wichtig sein, ob und was man auf Bewerberseite antworten kann und nicht sollte, wenn man nach seinem Umgang mit Alkohol beim Vorstellungsgespräch gefragt wird.

Man kann dieses Video und die darin erteilten “Ratschläge” in mancher Hinsicht hinterfragen. Nicht nur in seinen Widersprüchen in sich, wenn einerseits die Frage des Alkoholkonsums einerseits als unzulässige private Frage bezeichnet wird (abgesehen von beruflicher Relevanz bei Kraftfahrern zB), aber andererseits im Video nur Vorschläge gemacht werden, welche Antworten man geben solle. Bis hin sogar zur Anstiftung zur Lüge: Dass man in einer Gesellschaft mit einem nicht unerheblichen und kritikwürdigem Suchtanteil Alkoholabhängiger nicht sagen dürfe, generell keinen Alkohol zu trinken, weil dies zum einen eh unglaubwürdig sei und zum anderen den Verdacht wecke und begründe, wohl trockener Alkoholiker zu sein, mutet gesellschaftlich, sozial und nicht nur in Sachen Meinungsfreiheit, Authentizität und Glaubwürdigkeit weit fragwürdiger an ...

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