Jahresendstreß: Offenen Forderungen aus Verbrauchsabrechnungen für 2010 droht Verjährung

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Jedes Jahr um diese Zeit gilt es nicht nur, die Öff­nungs­zei­ten der Kauf­häu­ser und die Lage der Weih­nachts­märkte im Auge zu behal­ten, son­dern auch die Ver­jäh­rungs­fris­ten, die mit dem Jah­res­ende aus­lau­fen. Wer offene For­de­run­gen gegen Kun­den hat, die aus Ver­brauchs­ab­rech­nun­gen resul­tie­ren, die im Jahr 2011 fäl­lig gewor­den sind, muss wis­sen: Schlag Mit­ter­nacht am Sil­ves­ter­abend des 31.12.2014 kann er sie nicht mehr eintreiben.

Es geht also ins­be­son­dere um die Jah­res­ver­brauchs­ab­rech­nung für das Jahr 2010. Denn die wurde im Regel­fall dem Kun­den im Jahr 2011 zuge­stellt. Was von ihr noch offen ist, muss jetzt ein­ge­trie­ben wer­den – sonst ist es womög­lich zu spät.

Wie sieht die Rechts­lage aus? Gemäß § 195 BGB ver­jäh­ren For­de­run­gen aus Ver­sor­gungs­ver­trä­gen regel­mä­ßig nach drei Jah­ren. Zu lau­fen beginnt die Frist gemäß § 199 BGB mit dem Schluss des Jah­res, in dem der Anspruch ent­stan­den ist. Das ist er nach gefes­tig­ter Recht­spre­chung dann, wenn er erst­mals gel­tend gemacht und not­falls im Wege der Klage durch­ge­setzt wer­den kann (BGH, Urt. v. 22.10.1986, Az. VIII ZR 242/85) ...

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