Hemmung der Verjährung

Zum Jahresende müssen Forderungsgläubiger und Anspruchsteller regelmäßig überprüfen, ob ihre Forderungen bzw. Ansprüche von dem Eintritt einer Verjährung betroffen sein könnten. Anderenfalls besteht das Risiko, dass der Schuldner bzw. der Anspruchsgegner die Einrede der Verjährung erhebt und die Zahlung zu Recht verweigern kann, unabhängig davon, ob diese besteht oder nicht.

Zweck der Verjährung

Das Leistungsverweigerungsrecht eines Schuldners infolge des Eintritts der Verjährung dient in erster Linie dem Rechtsfrieden und der Rechtssicherheit, wobei es auch im öffentlichen Interesse ist, dass Rechtsstreitigkeiten innerhalb einer gewissen Zeit beigelegt oder entschieden werden. Das durch den Eintritt der Verjährung einhergehende Leistungsverweigerungsrecht eines Schuldners erscheint auch deshalb gerechtfertigt, weil Gläubiger es grundsätzlich in der Hand haben, ihre Forderungen oder Ansprüche innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von 3 Jahren geltend zu machen. Die Forderung bzw. der Anspruch bleibt zwar bestehen (soweit er begründet ist), aber der Schuldner kann die Leistung dennoch verweigern.

Verjährungsfristen

Das BGB definiert in § 195 BGB eine regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren, d.h. die meisten vertraglich oder gesetzlich begründeten Forderungen und Ansprüche verjähren innerhalb dieser Frist. Sie beginnt gem. § 199 BGB grundsätzlich mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist ...

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