Einsatz von Google Glass im Beschäftigungsverhältnis

von Jennifer Jähn

Wieder einmal rückt der Internetkonzern Google mit seiner technischen Neuerung Google Glass in die Schlagzeilen. Bereits im Februar 2014 setzten wir uns mit der Funktionsweise der Datenbrille sowie deren rechtlichen Vereinbarkeit im Hinblick auf das Kunsturhebergesetz (Recht am eigenen Bild der Betroffenen) und das Datenschutzrecht im privaten Umfeld auseinander. Nun könnte die Datenbrille über den privaten Bereich hinaus auch innerhalb von Unternehmensabläufen zum Einsatz kommen. Gegenwärtig wird der Nutzen von Google Glass zur Unterstützung smarter Produktionsabläufe unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ getestet. Bewährt sich die Verwendung von Google Glass, könnte es in der weiteren Entwicklung z.B. zu einem Einsatz in der Endmontage von Serienfahrzeugen kommen, sodass mithilfe der Datenbrille etwa Prüfpläne effektiver abgearbeitet werden könnten.

Gegenwärtige Erprobung von Google Glass in der Industrie

Laut aktuellen Berichten erprobt die BMW-Group in einem US-Werk derzeit den Einsatz der Datenbrille innerhalb der Qualitätssicherung. Dabei zeichnen Beschäftigte per Google Glass Testreihen an Vorserienfahrzeugen auf. Ziel des Ganzen ist es, die Qualitätssicherung insgesamt zu beschleunigen und zu optimieren, indem durch die Verwendung der Datenbrille eine direkte Kommunikation zwischen den Qualitätsprüfern im Analysezentrum und den Entwicklungsingenieuren stattfindet. Somit können Beanstandungen mittels Foto, Videoaufnahme und/oder Background Video (permanente Videoaufnahme) schnell und vor allem anschaulich festgehalten werden, ohne die Notwendigkeit einer umständlichen schriftlichen Dokumentation. Da die entstandenen Fotos, Videoaufnahmen und/oder Background Videos im Anschluss daran auf einem separaten Server der BMW-Group gespeichert werden, können einzelne Arbeitsabläufe eines Beschäftigten auch nachträglich „durch seine Augen“ betrachtet und ausgewertet werden ...

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