AnwaltKommentar StGB

von Mirko Laudon

Be­reits drei Jahre nach dem Er­schei­nen der Erst­auf­lage kön­nen die Her­aus­ge­ber die zweite Auf­lage des An­walt­Kom­men­tar StGB vor­le­gen, was auf dem um­kämpf­ten Markt der Hand­kom­men­tare mit­nich­ten selbst­ver­ständ­lich ist. Die Kon­zep­tion, mit ei­nem ge­misch­ten, no­mi­nell gro­ßen und in den ein­zel­nen Fach­ge­bie­ten hoch spe­zia­li­sier­ten Au­to­ren­team ein für den täg­li­chen Ge­brauch gut hand­hab­ba­res Nach­schla­ge­werk schaf­fen zu wol­len, in dem sich wis­sen­schaft­li­che Fun­dier­test und Pra­xis­nähe in mög­lichst idea­ler Weise ver­bin­den, scheint so­mit auf­ge­gan­gen zu sein. Die Liste der Kom­men­ta­to­ren weist viele nam­hafte Straf­recht­ler aus, die die Pra­xis­nähe des Werks zu­sätz­lich unterstreicht.

Trotz der Ziel­grup­pen­vor­gabe im Na­men rich­tet sich der Hei­del­ber­ger Kom­men­tar kei­nes­wegs nur an Rechts­an­wälte, son­dern ebenso an Staats­an­wälte und auch Straf­rich­ter. Der Kom­men­tar er­läu­tert alle wich­ti­gen Fra­gen des Straf­ge­setz­bu­ches in ei­ner spe­zi­ell für die An­for­de­run­gen der Pra­xis ent­wi­ckel­ten Dar­stel­lungs­weise und lie­fert da­bei nicht nur de­zi­dierte Lö­sungs­vor­schläge für es­sen­ti­el­len Fra­ge­stel­lun­gen, son­dern ver­an­schau­licht zu­dem ak­tu­el­len Ten­den­zen. Denn nur wer die Leit­li­nien der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung kennt, ein­zu­ord­nen und an­zu­wen­den weiß, ver­mag in der Ar­gu­men­ta­tion und da­mit als Straf­ju­rist zu überzeugen.

Die Kom­men­tie­rung der ein­zel­nen Nor­men ist in der Re­gel drei­stu­fig auf­ge­baut: Der erste Teil (A.) ist All­ge­mei­nem zur Norm vor­be­hal­ten, wäh­rend sich der je­weils um­fang­reichste Teil (B.) mit dem Re­ge­lungs­ge­halt der Norm be­fasst, also den ein­zel­nen Tat­be­stands­merk­ma­len so­wie den Qua­li­fi­ka­tio­nen und Kon­kur­ren­zen. Der dritte Teil (C ...

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