Finanzamt akzeptiert Scheidungskosten nicht als außergewöhnliche Belastung

Finanzgericht Münster, Urteil vom 21.11.2014 - 4 K 1829/14 Finanzamt akzeptiert Scheidungskosten nicht als außergewöhnliche Belastung Gerichts- und Anwaltskosten eines Scheidungsprozesses seien außergewöhnliche Belastungen. Die Kosten seien zwangsläufig entstanden, weil eine Ehe nur durch ein Gerichtsverfahren aufgelöst werden könne. Diese Abzugsmöglichkeit habe der Gesetzgeber nicht einschränken wollen. Der Sachverhalt

Wie aus dem Urteil (4 K 1829/14) des FG Münsters hervorgeht, ließen sich die Klägerin und ihr Ehemann im Jahr 2013 scheiden. Bereits im Vorfeld hatten die Eheleute eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen, mit der die Klägerin den hälftigen Miteigentumsanteil am gemeinsamen Grundstück erwarb und sich zur Zahlung eines Ausgleichsbetrages an ihren Ehemann zur Abgeltung aller Ansprüche verpflichtete.

Finanzamt versagt Abzug als außergewöhnliche Belastungen

Im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung machte die Klägerin die Kosten des Scheidungsprozesses und der Scheidungsfolgenvereinbarung sowie die Ausgleichszahlung an ihren Ehemann als außergewöhnliche Belastungen geltend. Das Finanzamt versagte den Abzug vollständig und wies auf die ab 2013 geltende Regelung in § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG hin, nach der Prozesskosten und damit auch Scheidungskosten grundsätzlich nicht mehr zu berücksichtigen seien.

Das Urteil des Finanzgerichts Münster (4 K 1829/14)

Der 4. Senat des Finanzgerichts Münster gab der Klage teilweise statt. Die Gerichts- und Anwaltskosten des Scheidungsprozesses seien außergewöhnliche Belastungen ...

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