Das Studentensyndrom – und warum wir auch nicht besser sind

Die Frist läuft erst morgen ab? Fein, dann kann ich heute ja noch Wichtigeres erledigen.
Der Termin ist erst morgen Mittag? Fein, dann reicht es ja, wenn ich mir die Akte morgen Vormittag nochmal ansehe.

Kennen Sie das? Und enden diese Situationen bei Ihnen dann in Fristverlängerungsanträgen und frei improvisierten Terminwahrnehmungen? Dann befinden Sie sich in zwar nicht guter aber großer Gesellschaft.

Menschen neigen nun einmal dazu, Tätigkeiten auf später zu verschieben, die als langweilig oder schwierig empfunden werden oder bei denen ein Gewinn erst langfristig oder gar erst sekundär entsteht.

Das Erstaunliche dabei ist, dass wir uns der Nachteile und der Risiken dieses Aufschiebens regelmäßig bewusst sind, so Manchem ist hierdurch auch schon das ein oder andere Mal ein Nachteil entstanden. Das Problem nur ist, dass dieses Bewusstsein dann unterschwellig wiederum Negativgefühle in Form von Unlust oder gar Angst auslöst, was dann die Aufgabenerledigung wiederum erschwert und verzögert, bis schließlich Arbeiten nur noch unter Frist- und Termindruck erledigt werden.

Auch der Vorsatz, sein Verhalten durch mehr Selbstdisziplin zu ändern, nützt hier meist nicht viel. Im Gegenteil: Zunächst wird der Vorsatz gefasst, die liegen gebliebenen Arbeiten an einem bestimmten Tag oder bis zu einem bestimmten Termin zu erledigen. Das wird dann wieder verschoben, einfach weil die Arbeit an diesen „alten Hündchen“ inzwischen als unangenehm empfunden wird ...

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