BGH-Urteil zum Hundebiss in Tierpension

Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat mit Urteil vom 25. März 2014 (Az.: VI ZR 372/13) entschieden, dass ein Hundehalter selbst dann zur Verantwortung gezogen werden kann, wenn er sein Tier vorübergehend in einer Tierpension unterbringt und der Hund dort einen Tieraufseher verletzt.

Seinen Hund hatte der Beklagte für zehn Tage entgeltlich in einer Tierpension untergebracht. Nachdem die Pensionsinhaberin den Hund am zweiten Tag des Aufenthalts nach einem Spaziergang ableinen wollte, biss er ihr unvermittelt ins Gesicht. Wegen der dabei erlittenen Verletzungen machte sie gegenüber dem Hundehalter Schadenersatz- und Schmerzensgeld-Forderungen geltend. Die wurden jedoch von dem in erster Instanz mit dem Fall befassten Landgericht Oldenburg als unbegründet zurückgewiesen.

Nach richterlicher Auffassung ist in dem vorliegenden Fall die Tierhalterhaftung unter dem Gesichtspunkt einer freiwilligen Risikoübernahme durch die Klägerin ausgeschlossen, da die Klägerin die Herrschaft über das Tier und somit die unmittelbare Einwirkungsmöglichkeit für mehrere Tage gewerblich und vorwiegend im eigenen Interesse und auch in Kenntnis der damit verbundenen Gefahren übernommen habe ...

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