Anspruch einer Hexe auf Bezahlung des Liebeszaubers

von Andreas Stephan

Hexenprozesse der besonderen Art beschäftigen auch in der Moderne immer wieder Zivilgerichte, nämlich in den Fällen, in denen sich der versprochene Zauber in Luft auflöst. Über einen solchen Fall hatten das Amts- und Landgericht München zu entscheiden.

Der Lebensgefährte der Klägerin trennte sich von dieser, sehr zum Missfallen der Klägerin. Sie wollte sich damit ganz und gar nicht abfinden und schmiedete einen kühnen Plan: Eine Hexe solls richten! Zumindest bezeichnete sich die spätere Beklagte als solch eine Hexe.

So vereinbarte man gemeinsam die Durchführung eines Liebeszaubers, an dessen Ende die Rückkehr des ehemaligen Lebensgefährten stehen sollte. Für diese magische Dienstleistung wurden 1.000 Euro entrichet. Die beklagte Hexe führte sodann über mehrere Monate, jeweils vor Vollmond, das entsprechende Ritual durch, das leider ohne Erfolg blieb.

Konfrontiert mit den weltlichen Rückforderungsansprüchen der Klägerin wendete die Beklagte ein, es sei überhaupt kein Erfolg versprochen gewesen ...

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