Wenig schmackhaft – der Pancaking-Effekt auf der Verteilernetzebene (Teil 1)

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In der Ener­gie­wirt­schaft gibt es den einen oder ande­ren Begriff, der Asso­zia­tio­nen weckt, die lei­der so gar nichts mit der Rea­li­tät zu tun haben. So setzt „Ent­flech­tung“ nicht unbe­dingt das Vor­han­den­sein von Haa­ren vor­aus, und „Poo­ling“ ist auch nichts, was im Som­mer zum Plan­schen ein­lädt. Ebenso trü­ge­risch ist der Begriff des „Pan­ca­king“ – und das gleich in dop­pel­ter Hin­sicht: Nicht nur, dass es nichts mit Pfann­ku­chen zu tun hat, für die Betrof­fe­nen ist es auch alles andere als schmack­haft. In Teil 1 unse­rer klei­nen Serie wol­len wir Ihnen erklä­ren, warum es den Strom­netz­be­trei­bern nicht schmeckt und in einem Teil 2 uns dann ganz den Gas­netz­be­trei­bern wid­men. Und dann wird es noch ein­mal einen Teil 3 geben, für die Fein­schme­cker unter Ihnen …

Pancaking-Effekt = Auf­sum­mie­rung von Netzentgelten

Unter Pancaking-Effekt wird in der Ener­gie­wirt­schaft die Auf­sum­mie­rung von Netz­ent­gel­ten, ins­be­son­dere in der Ver­tei­ler­net­ze­bene, ver­stan­den. Wie kann es dazu kom­men? Nun, bei den Netz­ent­gel­ten im Strom gilt bekannt­lich das Prin­zip der Kos­ten­wäl­zung. Das bedeu­tet, dass ein Netz­nut­zer nicht nur für die Net­ze­bene bezah­len muss, an der er ange­schlos­sen ist, son­dern auch einen Anteil an den Netz­kos­ten aller vor­ge­la­ger­ten Net­ze­be­nen. Ist der Kunde bei­spiels­weise in Mit­tel­span­nung ange­schlos­sen, ent­hält sein Mit­tel­span­nungs­ent­gelt zugleich antei­lig das Ent­gelt der vor­ge­la­ger­ten Höchst– und Hoch­span­nungs­ebe­nen inkl. der jewei­li­gen Umspan­ne­be­nen. Ein in Nie­der­span­nung ange­schlos­se­ner Netz­nut­zer zahlt antei­lig für alle Span­nungs– und Umspan­ne­be­nen – von der Höchst­span­nung bis zur Nie­der­span­nung ...

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