Verbotene Werbung gegenüber Kindern

von Felix Barth

Vorsicht ist bei der Ausgestaltung von Werbung für Waren geboten, deren potenzieller Interessentenkreis auch Kinder umfasst. An Verbraucher gerichtete Werbemaßnahmen von Unternehmen, die eine unmittelbare Aufforderung an Kinder enthalten, selbst die beworbene Ware in Anspruch zu nehmen oder ihre Eltern oder andere Erwachsene dazu zu veranlassen, sind unzulässig (§ 3 Abs. 3 UWG). Werbung darf nicht auf Minderjährige unter 14 Jahren ausgerichtet sein Unzulässig ist es insbesondere, in erster Linie Minderjährige unter 14 Jahren im Wege der Werbung gezielt anzusprechen. Dies bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) in einer Entscheidung aus dem Jahr 2013. In diesem Fall stufte der BGH die Werbung für ein Online-Spiel, die unter anderem die Formulierungen „Schnapp Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse ‚Etwas‘“ sowie „Diese Woche hast Du erneut die Chance Deinen Charakter aufzumotzen“ enthielt, als an Kinder gerichtete Werbung mit der Folge der Unzulässigkeit ein. Auf die Formulierung in der Werbung kommt es an Der BGH vertritt die Auffassung, dass allein die mittlerweile im Bereich der Werbung übliche Anrede „Du“ nicht geeignet sei, von einer Werbung gegenüber Kindern auszugehen. Jedoch ergebe sich anhand des Gesamtzusammenhangs, dass eine Werbung gegenüber Kindern vorliegen würde ...

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