In Arzthaftungsprozessen muss sich das Gericht auch mit Privatgutachten auseinandersetzen.

von Nino Herding

In Arzthaftungsprozessen

  • hat der Tatrichter nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung
    • die Pflicht, Widersprüchen zwischen Äußerungen mehrerer Sachverständiger von Amts wegen nachzugehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, auch wenn es sich um Privatgutachten handelt (z.B. Bundesgerichtshof (BGH), Beschlüsse vom 11.03.2014 - VI ZB 22/13 -; vom 09.06.2009 - VI ZR 261/08 -; BGH, Urteil vom 10.10.2000 - VI ZR 10/00 -) und
    • darf nicht, wenn eine Partei ein medizinisches Gutachten vorlegt, das im Gegensatz zu den Erkenntnissen des gerichtlich bestellten Sachverständigen steht, den Streit der Sachverständigen dadurch entscheiden, dass er ohne einleuchtende und logisch nachvollziehbare Begründung einem von ihnen den Vorzug gibt (BGH, Beschluss vom 11.03 ...
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