Das Ende des Bankgeheimnis

Das faktische Ende des Bankgeheimnis ist beschlossene Sache. Kapitalerträge im Ausland lassen sich in Zukunft nicht mehr geheimhalten und die letzten Schritte zum “gläsernen Bürger” sind schon abgesteckt.

Internationaler Druck führt zum Ende des Bankgeheimnis

Während bei der “richtigen” Besteuerung globaler Konzerne noch große Lücken und Löcher bestehen, rückt das Ziel des “gläsernen Bürgers” innerhalb der EU in greifbare Nähe, um nicht zu sagen, das Ende des Bankgeheimnis ist schon beschlossene Sache. Selbst die größten Verfechter des Bankgeheimnis wie die Schweiz und Österreich müssen sich dem internationalen Druck beugen. Gleich auf drei Ebenen geht es dem internationalen Kapitalanleger an den Kragen, wenn er in der Vergangenheit Kapitalerträge im Ausland nicht versteuert hat:

Automatischer Informationsaustausch in Steuersachen durch Einführung eines neuen OECD-Standards, Erweiterung der EU-Amtshilferichtlinie u.a. auf Dividenden, Veräußerungsgewinne und andere Einkünfte auf einem Finanzkonto sowie Kontoguthaben, Erweiterung der EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie auf Österreich und Luxemburg sowie u.a. auf zinsähnliche Erträge aus klassischen Lebensversicherungen im Ausland, aus allen Arten von Investmentfonds und Erträge aus neuartigen Finanzkonstruktionen.

Die Zeit sog. Steueroasen wie z.B. die Schweiz, Guernsey, Jersey oder Cayman Islands ist bald vorbei. Der Austausch von steuerlich relevanten Informationen und das Netz an Kontrollmitteilungen wird zunehmend engmaschiger, so dass ohne immensen Beratungsaufwand kaum noch möglich sein wird, Einkünfte aus Kapitalvermögen im Ausland zu verheimlichen.

51 Staaten haben am 29.10.2014 in Berlin ein Abkommen über den automatischen Austausch von Kontodaten unterzeichnet und sich darin verpflichtet, sich einmal im Jahr gegenseitig automatisch über alle Arten von Kapitalerträgen zu informieren, die Bürger mit Wohnsitz im anderen Staat erzielen ...

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