Baulärm und Ruhezeiten

von Gerhard Ostfalk

Jeder der ein Haus oder eine neue Wohnung umbaut oder renoviert weiß, dass bei solchen Maßnahmen lärmintensives Arbeitsgerät verwendet wird. Auf der anderen Seite weiß auch jeder, was es heißt, als Nachbar einer kleinen oder großen Baustelle gestört zu werden. Welche Ruhezeiten einzuhalten sind wird im folgendem erläutert:


Baulärm
Seit 1910 gibt es die allgemeine Vorschrift zum Schutz gegen Baulärm- und Geräuschimmissionen.
Danach darf, wer eine Baustelle betreibt, bestimmte Lautstärkepegel nicht überschreiten und muss Nachtzeiten einhalten. Hierbei wird zwischen Wohngebieten, Kurgebieten und Gewerbegebieten mit unterschiedlichen Schutzabstufungen differenziert.

Gewerbegebiet

Bei Gewerbegebieten, in denen nur gewerbliche oder industrielle Anlagen untergebracht sind, gilt ein Immissionsrichtwert von 70 Dezibel (A).

Wohngebiet

In reinen Wohngebieten gilt ein Immissionsrichtwert von tagsüber 50 Dezibel (A) und nachts von 35 Dezibel (A).

Kurgebiet

Für Kurgebiete, für Krankenhäuser und Pflegeanstalten gelten noch einmal strengere Richtlinien, wobei tagsüber ein Immissionsrichtwert von 45 Dezibel (A) gilt und nachts 35 Dezibel (A) nicht überschritten werden dürfen.

Nachtszeiten für Baustellen
Dabei gilt als Nachtzeit die Zeit von 20:00 Uhr abends bis 07:00 Uhr morgens. Das bedeutet, dass die erhöhten Immissionsrichtwerte tagsüber zwischen 07:00 Uhr morgens und 20:00 Uhr abends gelten und keine Mittagsruhe oder etwas ähnliches einzuhalten ist.

Lärm aus der Nachbarschaft
Daneben gibt es besondere Ruhezeiten in Wohngebieten nach der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung-32.BImSchG- ...

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